Vorher-Nachher: Leonas Zimmer


Glück gehabt! Endlich steht der Pfeil auf Leonas Tür auf "Komm rein!". Die Gelegenheit müssen wir gleich nützen, denn wer weiß, wann dieser aufgeräumte Zustand das nächste Mal eintritt. "Willkommen im Chaos" - das würd's wohl normalerweise eher treffen. Teenager eben...

Leona hat das größte Schlafzimmer im Haus bekommen, immerhin hat sie mit ihren vielen Hobbys und Interessen den größten Platzbedarf. Zeichnen, Akrobatik, Ballettübungen an der Stange, eine Leseecke, ein großer Schrank und ein 140er Bett. All das musste in auf 19 Quadratmetern Platz finden.

Eigentlich haben wir uns darauf geeinigt, dass Leonas Zimmer mit der weißen Hemnes-Serie ausgestattet werden würde. Darum auch die graue Wand. Ganz kurzfristig hat sie sich allerdings dagegen entschlossen, denn sie brauche einfach mehr "bunt" und schlussendlich ist sie bei einem wilden Mix mit dem Grundton Birke gelandet und fühlt sich pudelwohl.


Teenagerzimmer sind wahrlich die größte Herausforderung eines Interiorbloggers - ich würde sagen, genau genommen ein unmögliches Unterfangen, so einen Raum "bloggerecht" zu gestalten.

Die Zeit zwischen Kind und Erwachsenem ist eben hin- und hergerissen. Zum einen finden wir hier einen coolen Ghettoblaster, im Regal darunter ist ein Zimmer für Leonas Ever After High-Puppen eingerichtet. In der Mitte des Raums steht ein stylischer Nierentisch, daneben ein Plattenspieler, der die White Stripes erklingen lässt und weiter links findet sich ihre Tom-Turbo-Büchersammlung. Kunst an der Wand und ein Barbiehaus hinterm Ohrensessel - die Liste der Gegensätze lässt sich beliebig fortsetzen.

So ist also aus einem Raum Leonas eigenes Zimmer geworden, ganz ohne Mamas Einfluss :-)


Doch beginnen wir wie bei allen Vorher-Nachhers mal ganz von vorne. Der Raum war eigentlich relativ unkompliziert. Die Tapeten ließen sich vergleichsweise recht einfach entfernen, es waren keine Einbauschränke vorhanden und auch der Teppichboden stellte kein Problem dar. Wir haben - wie überall - Heizkörper und Fenster ausgetauscht, Türen und Türstock lackiert, Wände gemalt und den Boden gelegt - und schon ging's ans Einrichten.

Leona hat schon lange ein 140er Bett. Wenn die Größe des Raums es zulässt, würd ich das jedem empfehlen. Wir haben das immer sehr genossen! Früher konnten wir uns beim Vorlesen dazulegen und wenn heute Freundinnen übernachten, muss nicht erst ein Matratzenlager geschaffen werden.




In punkto Matratze haben wir uns für eine Emma [klick] entschieden. Ein geniales Konzept, wie ich finde. Gleich vorne hinweg: ich hab beruflich sehr viel mit Matratzen zu tun und kenne ein paar "Geheimnisse" rund um das Mysterium der richtigen Matratze für jeden Schlaftyp. Fakt ist, dass ca. 90 Prozent der Menschen auf ein und derselben Unterlage ihr Schlafglück finden werden. Außer sie sind extrem schwer oder extrem leicht. Probeliegen bringt also nicht wirklich viel, schon nach der dritten Matratze ist man sowieso verwirrt und weiß nicht mehr, wofür man sich entscheiden soll.


Und deshalb gibt es bei Emma genau EINE Matratze. Eine für alle, sozusagen. Der Aufbau besteht aus einer Hypersoft-Schicht (4cm), darunter kommt eine Lage Memory-Viscoschaum (4cm) und die unterste Schicht besteht aus einem 17cm dicken stützenden Kaltschaum. Darüber kommt ein stylischer Bezug aus Klimafaser, von dem das Cover abzippt werden kann. Fast zu schön, um ein Laken darüber zu spannen. Die Matratze ist also insgesamt 25 cm hoch und erleichtert den Ein- und Ausstieg im doch sehr niedrigen Malm erheblich. Außerdem schaut sie durch ihre Boxspring-Höhe gleich viel hochwertiger aus, als eine andere Matratze.

Was uns außerdem überzeugt hat, ist, dass die komplette Matratze made in Germany ist. Vom Design bis zur Produktion. 10 Jahre Garantie gibt es obendrauf. Die 100 Tage Probeschlafen (in dieser Zeit kann die Matratze zurückgegeben werden) hätten wir gar nicht gebraucht. Leona war nach der ersten Nacht schon komplett happy! Nicht zu hart und nicht zu weich - genau richtig! Auch ich hab sie schon getestet und schlaf wunderbar darin.

Übrigens: Der Untergrund ist Emma komplett egal! Man kann sie auf den Boden legen, auf einen Lattenrost oder sogar auf ein paar Europaletten. Der Schlafkomfort ist überall derselbe (wobei ich schon der Meinung bin, dass es nicht schadet, wenn etwas Luft zirkulieren kann).

Etwas Bammel hatte ich übrigens vor der Lieferung. So eine Riesenmatratze. Aber auch hier: alles durchdacht. Ich hab den Karton, in dem Emma eingepackt war, allein in Leonas Zimmer gebracht und die Verpackung mit einem beigelegten Werkzeug aufgeschnitten. Danach hat sich die Matratze in Sekundenschnelle ganz von allein in die gewünschte Position gebracht.



Nun aber wieder zurück zum Zimmer. Seitlich vom Fenster haben wir jeweils drei Regale angebracht, die glücklicherweise vom Maß genau passten. Die lichtundurchlässigen Gardinen sind vom Möbelschweden, im Sommer übrigens sehr wirkungsvoll gegen Wärme und Kälte. Da wir keine Rollläden haben, haben wir diese Variante an den südseitig ausgerichteten Räumen probiert und sind sehr zufrieden! Sie verdunkeln den Raum komplett und lassen die Hitze an heißen Tagen draußen.


 



 
 
Kunst fasziniert Leona schon, seit sie klein ist. Die Plakate von ihrer ersten Albertina-Ausstellung (also die Ausstellung, die sie besucht hat ;-) haben wir gerahmt und übers Bett gehängt.





Auf der grauen Wand haben wir Philukos Rosy [klick], einen DIY-Kleiderbügel und einen Vintage-Schriftzug vom Gardasee zu einem Wandbild gruppiert.










Den Schreibtisch haben wir durch das Regal etwas vom Schlafbereich getrennt. Hier wird gezeichnet und gebastelt. Hausaufgaben werden jedoch ausschließlich im Wohn- oder Esszimmer gemacht, warum auch immer....



Auf der anderen Seite des Zimmers wird trainiert und gelesen. Hier findet man Leonas geliebten Ohrensessel, ihre Ballettstange sowie ihren Kleiderschrank.





Das war er, der mittlerweile achte Vorher-Nachher-Bericht! Ein paar hätt ich noch für euch. Wohnzimmer, Schlafzimmer, Badezimmer, Büro und Terrasse sind noch ausständig - noch Lust?


Lieben Gruß
Lisa








Kooperation mit Emma





CONVERSATION

17 Kommentare:

  1. Ihr habt den Raum so wunderschön eingerichtet.
    Ich kann mir vorstellen, dass es als Teenager nicht einfach ist sein Zimmer zu gestalten. Mir ging es früher nicht anders, wie oft wollte ich die Möbel umstellen oder neu streichen. Doch ihr habt einen gemütlichen, aber auch praktischen Raum geschaffen. Fantastisch!

    Dazu mag ich eure Vorher/Nachher-Strecke sehr. Gerne mehr! :)

    Lieben Gruß
    Heike

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    1. Danke!

      Ich bin schon am nächsten Vorher/Nacher-Bericht dran :-)

      Lieben Gruß
      Lisa

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  2. Anonym7/28/2016

    Ich liebe diesen Blog! Freue mich schon auf die nächsten Vorher-Nachher Berichte! :)

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  3. Die Vorher-Nachher-Berichte sind der Hammer! <3
    Klar, nur mehr davon, nichts lieber als das!

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    1. Gern! Der nächste ist schon in Arbeit :-)

      Lieben Gruß
      Lisa

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  4. Anonym8/03/2016

    Liebe Lisa,

    ich bin eine ganz frische Leserin eures Blogs.
    Ich liiiebe Vorher/Nachher-Berichte und freue mich daher auf weitere von Dir...

    Die Idee mit der Ballettstange + Spiegel schwirrt mir auch schon länger für meine 10-jährige Tochter im Kopf rum (war halt immer ein Mädchentraum von mir selbst...habe auch Ballett getanzt) und gefällt mir hier natürlich super. Meine Tochter tanzt allerdings Ballett nur notgedrungen, da es zum Leistungstanzen im Jazz- und Moderndance dummerweise dazu gehört, dafür braucht man natürlich nicht zwingend eine solche Stange ;-)

    Noch toller fänd sie selbst wahrscheinlich die Kleiderpuppe. Meine Tochter näht leidenschaftlich gern und hätte gern so ein Ding. (Obwohl sie bisher eher Kissenbezüge und kleine Taschen näht ;-)).

    Die Hemnes-Serie gefällt uns persönlich auch sehr, allerdings störte meinen Mann der spanplattenartige Geruch der Kommode, so dass eine solche aus unserem Schlafzimmer leider wieder ausziehen musste. Von daher war eure Wahl vielleicht auch geruchstechnisch die bessere Lösung.

    Ich freu mich auf weitere Beiträge hier auf deinem Blog...was ich bisher gesehen hab, fand ich ganz toll.

    Liebe Grüße auch an deine Tochter
    Nicole

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    1. Anonym8/03/2016

      ...nochwas vergessen. Die Fliesen-Idee in deiner Küche mussten wir uns umgehend klauen. Haben sie bei Pinterest entdeckt. Bei uns sind die Tassel Grafito-Fliesen nun als Fliesenspiegel seitlich an unserer Küchenhalbinsel, nachdem wir 3 Jahre überlegt haben, was uns denn da wohl gefallen könnte zur neuen weißen Küche. Unser Boden ist mit Holzdielen belegt, die Wände waren eh schon grau und die Kombi ist nun perfekt und wird von allen bewundert.....so, jetzt hab ich genug getextet ;-)

      Lieben Dank an Dich! (Ohne Dich hätt ich immer noch die fiesen Fettspritzer an der Wand und keine Idee)
      Nicole

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    2. Ma, das freut mich, Nicole! Zugern würd ich ein Foto davon sehen!

      Lieben Gruß
      Lisa

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  5. WOW! Das Zimmer sieht richtig klasse aus. Die Wandfarbe gefällt mir sehr gut und der Sessel ist der Hammer. Gefällt mir richtig gut. Und wie schwer es ist ein Zimmer für eine heranwachsende Prinzessin einzurichten, haben wir kürzlich selbst erlebt... Von daher: Hut ab!

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    1. Danke, Peter! Dann weißt du ja, wovon ich spreche ;-)

      Lieben Gruß
      Lisa

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  6. Sebastian8/24/2016

    Hallo Lisa,
    wir sind auch gerade dabei das Zimmer unseres Sohnes neu einzurichten. Sämtliche Möbel uns sonstige Dinge haben wir eigentlich schon. Das einzige was uns wirklich noch fehlt, ist eine passende Matratze. Die Emma von der du geschrieben hast, hört sich ja sehr gut an. Aber ich habe auch von einer Matratze für Kinder gelesen, die sozusagen mit dem Kind mit wächst und die Wirbelsäule dabei immer optimal stützen soll: http://www.matratzen-selecta.at/Kindermatratzen/
    Da du dich ja mit Matratzen auskennst, wollte ich fragen, ob du davon schon einmal etwas gehört hast?

    Liebe Grüße!

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    1. Hi Sebastian,

      sorry, die Antwort kommt wahrscheinlich zu spät...über Selecta kann ich leider nichts berichten - die Matratze kenne ich nicht. Aber ich empfehle Heranwachsenden immer die Kiddyfit von Regina Schlafkomfort. Ökologisch und trotzdem antiallergen sowie made in Austria. Lieben Gruß Lisa

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  7. Meine Tochter liebt Märchen, wir suchen deswegen etwas, mit dem sie sich gut fühlen würde. Für uns war auch wichtig, dass die Möbelstücke präzise, bis ins kleinste Detail verarbeitet sind. Schließlich haben wir das Alices Wunderland von Barste Design gefunden. Das Bett ist sehr bequem und sicher, so wie die übrigen Möbelstücke.

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    1. Hab's mir grad angesehen! Wow - sehr individuell!
      Lieben Gruß
      Lisa

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  8. So ein tolles Teenagerzimmer, nix von der Stange sondern sehr individuell!
    Wir haben erst vor zwei Wochen für unsere 14-jährige ein 140er Bett gekauft.
    Genau wie du schreibst, fasst ein Teenagerzimmer den gesamten Lebensbereich mit hü und hot.
    Lg Carmen

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  9. Hallo, das Zimmer sieht echt klasse aus. Wir wollen für unsere Tochter auch solch eine Balett-Ecke machen. Wie groß ist euer Spiegel? Vielen Dank!

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