Das 100. DIY! Eine selbst gemachte Bank und Zeitschriftenablage



Dreieinhalb Jahre ist WOHN:PROJEKT nun alt. Mittlerweile ist der Blog zu einem fixen Bestandteil meiner Arbeit geworden. Großartige Kooperationen haben sich ergeben und ich hoffe, wir konnten bisher ganz viele Menschen inspirieren, denn das war ja einer der Grundgedanken, als ich im März 2013 die ersten Zeilen geschrieben hab.

Ein anderer Bewegrund war, bewusst Zeit mit meiner Großen zu verbringen und DIY-Projekte gemeinsam umzusetzen. Leona ist jetzt zwölf und das Interesse für DIY hält sich momentan zugegeben etwas in Grenzen ;-) Neben der Schule geht sie sechs Stunden pro Woche turnen, spielt Klavier und singt im Chor. Trotzdem möchte sie ein fixer Bestandteil des Blogs bleiben. WOHN:PROJEKT ohne Leona - für sie unvorstellbar! Sie hat auch schon seit Monaten ein super Kinderrezept für einmalige Rosinenbrötchen halb vorbereitet. Irgendwann wird der Beitrag es schon noch online schaffen. Ich geb die Hoffnung nicht auf ;-)

Beim Schreiben des letzten DIY-Postings [klick], ist mir aufgefallen, dass es sie hierbei um das 99. DIY-Projekt handelte. Und der Gedanke an 100 veröffentlichte Werkeleien hat mich, zugegeben, mit sehr viel Stolz erfüllt. Allerdings war auch gleich ein gewisser Druck da, denn der 100. DIY-Artikel durfte ja nicht irgendein 0815-Projekt sein.

Also habe ich fieberhaft überlegt, aber alle Einfälle waren nicht mal ansatzweise gut genug für das große kommende DIY-Posting.

Bis unser Briefträger kürzlich mit einem Paket klingelte und mich im Gespräch fragte, ob ich dieses alte Stück Holz, das schon seit geraumer Zeit auf unserer Gartenmauer lag, noch brauchen würde. Er sammelt nämlich altes Holz, um damit sein Zuhause zu verschönern - also im Prinzip einer wie ich :-)

Obwohl ich unseren Briefträger sehr gern mag und ihn schon seit meiner Kindheit kenne, bekam er das Stück Holz nicht. Nur ewig liegen lassen konnte ich es von da an auch nicht mehr - hätte er es doch jeden Tag aufs Neue gesehen und sich gefragt, warum ich dem guten Stück so wenig Beachtung schenke.

Ihr müsst wissen, ich horte dieses Holz schon sehr lange. Ich hab es vor  sicher schon 7 Jahren gefunden und in unserer ehemaligen Garage aufbewahrt. Nicht nur einmal kam mein in Bezug auf DIY etwas phantasieloser Liebster mit dem Vorschlag, Brennholz daraus zu machen. Immer wieder konnte ich es retten. Dann kam der große Umzug letztes Jahr. Wieder schleppte ich das große, schwere Teil, das man kaum allein tragen kann, unter Beobachtung meines naserümpfenden Mannes in den Anhänger. Nur im neuen Zuhause bekam es nicht einmal mehr einen Platz in der Garage. Es musste sein Dasein vor der Haustür auf der Gartenmauer fristen. Obwohl das Brett wohl schon Jahrzehnte wenn nicht sogar Jahrhunderte und die wildesten Witterungen auf dem Buckel hatte, sollte es noch ein letztes Mal Herbst, Winter, Frühling und Sommer über sich ergehen lassen, ehe es schließlich seine gebührende Anerkennung als Zeitschriften-Bank im Hause WOHN:PROJEKT erlangte. 

Dass es eine Bank werden musste, wusste ich schon vor dem Briefträger-Gespräch. Für ein Regal war es nämlich definitiv zu schwer. Allerding war mir noch nicht klar, welche Beine die Bank haben sollte, geschweige denn, wo ich die Bank überhaupt brauchen bzw. platzieren könnte.

Bis mir eingefallen ist, dass ich noch immer keinen geeigneten Ort für meine Kochbücher und -magazine gefunden hatte. So schön unser Rainbow-Bücherregal [klick] auch ist, wenn Kochbücher nach Farben geordnet sind, ist das doch eher anstrengend ;-)
Also hab ich mir gedacht, ich mach eine Bank, die nicht zum Sitzen ist, sondern eine Ablage für die Bücher.



Auf unseren örtlichen Baumarkt war, wie fast immer, Verlass. Dort hab ich wunderschöne Stahlbeine in Schwarz gefunden (das Stück 4 Euro). Daneben lagen dann noch dieselben im Kleinformat (1 Euro pro Stück), die musste ich natürlich auch noch mitnehmen, obwohl ich noch keine konkrete Idee hatte, was ich damit anstellen würde.



Zuhause angekommen hab ich mich ans Werkeln gemacht. Die Bank war in zehn Minuten fertig - eine Anleitung braucht man hierfür wohl nicht - einfach die Beine mit dem Akkuschrauber und Schrauben befestigen. Als ich auf dem Weg zum Werkzeug in der Garage vorbeikam, sah ich einen alten ovalen Holzdeckel an der Wand lehnen. Den hatte ich schon fast vergessen...ich nahm in mit nach oben und stellte die kleinen Steher darunter. Auch das gefiel mir gleich super - also schnell den Deckel gereinigt, mit Leinöl eingelassen und die Steher raufgeschraubt.



Anfangs dachte ich an einen neuen "Katzenthron" für unseren Pepper, aber als ich die Bank im Haus an der gewünschten Stelle platzierte, schob ich den vermeintlichen Thron darunter und siehe da - in Kombination sah das Ganze noch viel besser aus :-). Pepper verbringt seine Zeit sowieso viel lieber am Sitzfenster und ich hab jetzt noch mehr Ablagefläche für meine Magazine.





Übrigens finden die Bank alle Besucher super - und auch der Herr des Hauses musste mal wieder zugeben, dass es doch eine ganz wundervolle Idee war, das Brett so lange aufzuheben :-)


Lieben Gruß
Lisa

CONVERSATION

11 Kommentare:

  1. Liebe Lisa,
    Wahnsinn der 100 DIY Beitrag. Den musste ich mir sofort durchlesen. Ich bin auch froh, dass du das Holz behalten hast. Es sieht klasse aus, wie ein teures Designerstück. Jetzt bin ich sprachlos bei deiner Tochter, so viele Aktivitäten. Ich hoffe das wird nicht zu viel.

    Falls ich mal ein schickes Holzstück finde werde ich es auf jeden Fall auch aufbewahren. ;)

    Herzlichen Gruß
    Heike

    AntwortenLöschen
  2. Und es war eine super Idee. Die Bank sieht total klasse aus!
    Manchmal dauert es halt seine Zeit.... ;-)
    Liebe Grüße
    Anette

    AntwortenLöschen
  3. So sehr ich deinem Postboten das Holz auch gegönnt hätte, die Bank sieht ja wohl hammer aus!
    Glückwunsch zu DIY Nummer 100 und Liebe Grüße, Flo

    AntwortenLöschen
  4. Ganz, ganz toll!
    ...- und der Beitrag erinnert mich sehr dran, was ich nicht alles rechtfertigen muss vor meinem Mann!!...:-( (seufz!!)
    Genießt euer tolles (eure tollen) Stück(e)!!!
    Glg:-)

    AntwortenLöschen
  5. wow die bank sieht einfach nur klasse aus! wirklich wunderschön... und die kombi aus altem holz mit modernen metall-beinen ist fabelhaft!
    alles liebe enidan

    AntwortenLöschen
  6. Herzlichen Glückwunsch!!!
    Die Bank ist wundervoll geworden!

    Ganz liebe Grüße
    Ines

    AntwortenLöschen
  7. WO bitte findet man solche Bretter?? Ich kann gar nicht sagen, wie sehr mir diese Kombination aus alt und neu gefällt. Und Du hast den richtigsten Platz dafür ausgesucht! Wunderschön!
    Ganz liebe Grüße
    Sonja

    AntwortenLöschen
  8. Liebe Lisa,
    ich gratuliere dir zum 100 DIY, das hast du auf alle Fälle mit dieser wunderschönen Bank gewürdigt.

    Bussi Irene
    www.moliba.blogspot.com

    AntwortenLöschen
  9. Es ist doch immer wieder erstaunlich, welche Effekte man mit so einfachen Mitteln erzielen kann. Endlich ist das Brett an seinem wohlverdienten Platz angekommen und wird euch hoffentlich noch lange erhalten bleiben.Ich bin ja der absolute Holzfan und freue mich über jedes Möbelstück, das aus diesem Material gefertigt wird.
    Liebe Grüße
    Stephan

    AntwortenLöschen
  10. Liebe Lisa,
    eine Bloggerfreundin hat mich gerade auf deinen Blog aufmerksam gemacht (weil du in Schlierbach daheim bist und ich in Wartberg) und darum stöbere ich da grad ein wenig bei dir und finde das DIY1 KLASSE! GENIAL! Nach genau so etwas suche ich schon seit zwei Jahren. Jetzt muss ich nur noch irgendwo so ein tolles altes Holzbrett her bekommen!

    Schöner Blog!

    Liebe Grüße
    Hilda

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Hilda,

      schön, dass du hergefunden hast! Mal jemand ganz aus der Nähe - das hat Seltenheitswert ;-)

      Lieben Gruß
      Lisa

      Löschen