Vives Ceramica
Und schon wieder bin ich versucht, den Beitrag mit "Könnte ich zum Sommer 2015 zurückspulen..." zu beginnen. Würde ich heute unser Bad neu planen, würde ich mich für große Terrazzo-Platten entscheiden. Denn der Bodenbelage, den es schon mehrere Tausend Jahre gibt, erlebt gerade wieder eine Hoch-Zeit.

Im deutschsprachigen Raum avancierte Terrazzo ab den 50er Jahren zum Bodenbelag für jedermann. Grund: geringe Material- und Lohnkosten. Einfamilienhäuser, Treppenhäuser in Gebäudekomplexen und selbst einfache Bauernhäuser waren kunstvoll mit Terrazzo gepflastert. Italienische Einwandererfamilien brachten das traditionsreiche Handwerk zu uns und schlugen bis heute Wurzeln. Gegen Ende der 70er Jahre verschwand der Boden in der Baubranche und wurde von Keramik und Natursteinbelägen abgelöst. Der Ortsterrazzo wurde immer teurer, das Handwerk starb faktisch aus. Heute gibt es nur noch ein Handvoll Terrazzieri in Deutschland und Österreich und der Bodenbelag verwandelte sich vom Volksfußboden zum exklusivsten Fußbodenbelag der Welt (Quelle: https://www.terrazzo-hess.com).

Zur Erinnerung: So sieht unser Terrazzo im Treppenhaus aus.


Wir haben in unserem 70er-Bungalow im Treppenhaus unter dem Teppich einen solchen Boden gefunden und obwohl ihn gerne mag, er garade extrem angesagt und sehr praktisch ist, weil man keinen Schmutz sieht, ist er doch seeeehr auffällig und man kann sich mit der Zeit schon etwas absehen davon...Nicht weniger stylisch, dafür mit Sicherheit unaufdringlicher finde ich die Light-Variante: Wenn die Terrazzo-Fliese in nur einer Farbfamilie gehalten wird, wirkt sie gleich viel weniger unruhig und sehr harmonisch. Auch für Wandverkleidungen, für draußen oder beispielsweise als Spritzschutz in der Küche bestens geeignet.

Vives Ceramica

Vives Ceramica


Lieben Gruß
Lisa